Prophylaxe

Das können SIE dagegen tun: Das können WIR FÜR SIE tun:
Zahnreinigung

Nur regelmäßiges und intensives Zähneputzen entfernt die bakteriellen Zahnbeläge wirksam und vollständig. Bitte benutzen Sie eine gute medizinische Zahnbürste in Verbindung mit einer fluoridhaltigen Zahncreme. Reinigen Sie Ihre Zähne möglichst nach jeder Mahlzeit, mindestens aber 2 x täglich morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

 

Pflege von Zahnzwischenräumen

Gründliches und systematisches Zähneputzen allein reicht für eine vollkommene Zahnpflege nicht aus. Eine Reinigung der Kontaktflächen von Nachbarzähnen und der Zahnzwischenräume ist nur mit Zahnseide möglich. Die Borsten einer Zahnbürste erreichen diese Flächen nicht. Zahnseide sollte einmal täglich angewandt werden.

Interdentalbürstchen

Größere Zahnzwischenräume und Zwischenräume unter Brückengliedern reinigt man zweckmäßig mit speziellen „Interdentalzahnbürstchen“. Diese sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und sollten individuell für Sie von Ihrem Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin ausgewählt werden.

Fluoridprophylaxe

Fluoride sind wichtige Mineralien für den Knochenstoffwechsel und die Mineralisation des Zahnschmelzes. Fluoride härten den Zahnschmelz und machen ihn widerstandsfähig gegen die Säureeinwirkung der Bakterien. Da unsere Nahrung und unser Trinkwasser fluoridarm sind, empfiehlt sich die Fluoridzufuhr. Tägliche Verwendung einer fluoridhaltigen Zahncreme. Wöchentliche Intensivfluoridierung mit einem fluoridhaltigen Gel (z.B. Elmex Gelee) Bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr die Gabe von Fluoridtabletten.

Zahnseide bei Kindern

Auch bei Kleinkindern sollten engstehende Milchzähne mit Zahnseide regelmäßig einmal täglich gereinigt werden. Ein gutes Hilfsmittel sind Zahnseidenhalter, sogenannte „Flosser“. Hiermit sind auch jüngste Patienten nach kurzer Übungsphase in der Lage, selbständig die Zahnzwischenräume zu reinigen.

Pflege von Pfeilerzähnen

Hochwertiger Zahnersatz braucht eine besonders intensive Pflege, da seine Funktionstüchtigkeit unmittelbar vom Erhalt der Pfeilerzähne abhängt. Neben der gründlichen Reinigung mit Zahnbürste und Zahncreme empfiehlt sich eine tägliche Maßnahme. Tränken Sie kleine Wattepallets in Meridol Mundspüllösung und wischen Sie damit 1x täglich die Zahnfleischtaschen der Pfeilerzähne aus. Die „Auswischtechnik“ mit Meridol verhindert wirksam Karies an den Kronenrändern und Entzündungen des Zahnfleisches.

Implantatpflege

Bei implantatgetragenem Zahnersatz ist der Erhalt der Implantatpfeiler von großer Bedeutung. Die regelmäßige Verwendung von Zahnbürste, Zahncreme und Interdentalbürstchen garantiert gesundes Weichgewebe im Bereich der Implantatpfosten. Zusätzlich empfiehlt sich auch hier die „Auswischtechnik“ mit meridolgetränkten Wattekügelchen. Diese Maßnahme sollte täglich und fortlaufend angewandt werden.

Professionelle Zahnreinigung

Da im Zentrum des Krankheitsgeschehens die Plaque und die darin enthaltenen Bakterien steht, ist es von allergrößter Bedeutung, die Zahnbeläge komplett zu entfernen. Im Rahmen von Kontrollsitzungen ist es die Aufgabe einer besonders geschulten zahnärztlichen Mitarbeiterin des Prophylaxeteams, der Prophylaxeassistentin, die Plaque und den Zahnstein sorgfältig zu entfernen. Dies geschieht zum Teil mit einem Ultraschallgerät und zum Teil mit Handinstrumenten. Abschließend erfolgt die Reinigung von Zahnzwischenräumen und anderen hygienischen Problemzonen sowie die Politur und Fluoridierung der Zähne.

Mundhygieneberatung

Durch ein individuelles Informationsprogramm wird Ihnen ausführlich die Entstehung von Karies und Parodontopathien und die Möglichkeiten der Vorbeugung erklärt. Dazu gehören die Techniken der Belagentfernung mit der Zahnbürste (Vibrationstechnik, Rollmethode), das Training mit Zahnseide, die Instruktion zum Gebrauch von Interdentalraumbürsten und sonstigen Hilfsmitteln. Außerdem erfolgt eine Aufklärung über Schmelzhärtungsmaßnahmen durch verschiedene Fluoridierungstechniken und eine Ernährungsberatung.

Lebenslange Prophylaxe

Die Prophylaxe fängt vor der Geburt an und endet im hohen Alter. Da die Bakterien, welche Karies auslösen, durch Intimkontakte auf den Säugling übertragen werden, führen wir schon während der Schwangerschaft eine Beratung werdender Mütter durch. Eine lebenslange Betreuung durch unser Prophylaxeteam ist notwendig, um den unterschiedlichen Gegebenheiten des Lebensalters Rechnung zu tragen. Während beim Säugling die Mundhygienemaßnahmen mit einem Wattestäbchen durchgeführt werden können, das Kleinkind mit einer Kinderzahnbürste und kreisenden Bewegungen die Zähne reinigt, der vollbezahnte Jugendliche und Erwachsene z.B. Mundhygiene mit Zahnseide betreibt, ist es bei Prothesenträgern sinnvoll, spezielle Prothesenbürsten zu verwenden.

Speicheltest

Im Rahmen eines präventiven Gesamtkonzeptes führen wir einen Speicheltest durch, mit dem die Anzahl von Bakterien, die an der Kariesentstehung beteiligt sind, die Pufferkapazität, die Sekretionsrate und der ph-Wert bestimmt werden. Die Speicheltestwerte ermöglichen es, ein gezieltes Therapie- und Betreuungskonzept zu entwickeln, das bei Ihrer Mitarbeit gewährleistet, dass Sie Karies vermeiden können.

Ernährungsberatung

Der Hauptfeind der Zähne ist Zucker, und zwar sowohl in der Form von Saccharose, Glucose und Fructose. Die Säureproduktion geschieht durch die Umwandlung von Zucker in Säure durch bestimmte Bakterien der Plaque. „Versteckte Zucker“ sind als Geschmackskorrigentien oder oft nur zur Gewichtsvermehrung in Nahrungsmitteln wie z.B. Ketchup, Joghurt und vor allem Getränke in erheblichen Mengen verbreitet. Daher folgende Ernährungsregeln: Zähne brauchen Hartes zum Kauen, dazu sind sie da. Ein kräftiges Frühstück mit Obst anstatt Süßigkeiten. Süßigkeiten möglichst nur zu Hauptmahlzeiten essen. Als Zwischenmahlzeit Brot, Obst und ungesüßte Speisen. Zuckeraustauschstoffe verwenden.

Fissurenversiegelung

Die Zähne weisen auf der Kaufläche tiefe Gruben und Fissuren auf. Sie sind deshalb kariesgefährdet, insbesondere wenn die Zahnreinigung nicht ganz optimal ist. In bestimmten Fällen kann es notwendig werden, bei Seitenzähnen die Fissuren (Gruben) zu versiegeln, um die Kariesanfälligkeit zu verringern. Ein vorbeugender Schutz ist nur bei rechtzeitiger Versiegelung zu erwarten, also rasch nach dem Zahndurchbruch bevor Karies entstanden ist. Der Schutz vor Zahnkaries ist nicht vollkommen. Unabdingbar sind weiterhin zuckerarme Ernährung und gute Zahnpflege, ergänzt durch geeignete Fluoridierung. Der auf den Zahn aufgebrachte Kunststoff-Versiegelungslack unterliegt hohen Beanspruchungen und muss deshalb regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden.